Leitbild

Ein Leitbild soll die Gemeinde leiten. Es entscheidet über ihr Selbstverständnis, definiert ihren Auftrag und hilft, die richtigen Prioritäten zu setzen. Eine christliche Gemeinde existiert nicht um ihrer selbst willen, sondern gehört Jesus Christus. Er ist die Hauptperson, der Maßstab und der Auftraggeber:

Matthäus 22,37.39
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. – Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Matthäus 28,19-20
„Geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern. – und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“

Wir kommen als Gemeinde zusammen, um Gott immer besser kennen zu lernen, ihn anzubeten und in unserem Glauben zu wachsen. Seine Liebe befähigt uns, einander zu lieben und in Beziehung miteinander zu leben. Wir folgen als Gemeinde seinem Auftrag, andere Menschen mit Jesus Christus bekannt zu machen. Wir stellen unser Leben Gott zur Verfügung, damit er durch uns den Menschen in unserer Umgebung dienen kann. Die Gemeinde ist ein „Haus für Jesus“, das er selbst nach seinen Vorstellungen baut und das allein durch ihn Bestand hat.

50JAHRE „APOSTEL-PETRUS“

Die Evangelische Apostel-Petrus-Gemeinde („APG“) ist so alt wie das Märkische Viertel („MV“) und liegt im Zentrum der größten Hochhaussiedlung im Westen Berlins (Gründung: 1964). Als Ortsgemeinde sind wir umgeben von einer überwiegend kirchendistanzierten Bevölkerung. Dies bleibt unsere missionarische Herausforderung. Als Regionalgemeinde im Berliner Norden kommen bei uns verschiedene soziale und geistliche Prägungen zusammen. Dies macht unsere Vielfalt aus. Aufgrund einer langjährigen Jugendarbeit haben wir uns zu einer jungen und unkonventionellen Gemeinde entwickelt. Mit unserer besonderen Prägung stehen wir bewusst innerhalb unserer Landeskirche („Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz“), um sie nach unseren Möglichkeiten zu bereichern.
Die Apostel-Petrus-Gemeinde ist in den letzten Jahren gewachsen, hat sich zu einem Netzwerk vielfältiger Beziehungen entwickelt und ermöglicht den einzelnen Dienstbereichen ein hohes Maß an Selbständigkeit. Deshalb wird für uns ein übergreifendes Leitbild immer wichtiger. Als Gemeinde wollen wir für gemeinsame
Ziele leben, diese aber auch regelmäßig überprüfen und unsere Entwicklung bewerten. Unser Leitbild basiert auf Gottes allgemeinem Auftrag für seine Gemeinde und auf den besonderen Voraussetzungen unserer Gemeinde vor Ort. Dieses Leitbild wurde im Herbst 2004 von der Gemeindeleitung beschlossen.

Für alle Gruppen, Veranstaltungen und Aktivitäten in unserer Gemeinde gilt, dass der Gott der Bibel im Zentrum steht.

1. Wir sind eine betende Gemeinde

  • Beten und handeln gehören für uns zusammen. Alle Aktivitäten der Gemeinde sollen dazu beitragen, dass „Gottes Reich komme und sein Wille geschehe“ (Matthäus 6,10). Die Gemeindeleitung fragt bei allen Entscheidungen nach Gottes Wegweisung.
  • Unsere Gottesdienste und Zusammenkünfte sind Zeiten der Anbetung Gottes und der Begegnung mit ihm. Dabei hat zeitgenössische Musik unter uns ebenso Raum wie traditionelles Liedgut.
  • Darüber hinaus wollen wir Gott in allen Bereichen unseren Lebens ehren.

2. Wir orientieren uns am Maßstab der Bibel

  • Bei uns steht die Heilige Schrift im Zentrum der Verkündigung, des Unterrichts und der Seelsorge. Zugleich sind wir als Christen bemüht, unser persönliches Leben, unser Denken und unsere Werte am Maßstab der Bibel auszurichten.
  • Wir glauben an die Notwendigkeit der ewigen Errettung durch den Glauben an Jesus Christus (Apostelgeschichte 4,12).
  • Wort und Geist gehören zusammen. Wir unterstellen uns dem Wort Gottes und rechnen zugleich mit seiner Kraft in Form von biblischen Zeichen und Wundern.

3. Wir sind eine missionarische Gemeinde

  • Die Gemeinde ist „Gottes Botschafter“ in einer Welt, die immer mehr von Distanz zu Gott gekennzeichnet ist. Die gesamte Gemeindearbeit ist darauf ausgerichtet, dass dem Glauben fernstehenden Menschen ein Zugang zu Gott ermöglicht wird.
  • Unsere Gottesdienste sind offen für jeden und sprechen eine Sprache, die auch ohne kirchliche Tradition nachvollziehbar ist. Besucher sollen uns als gastfreundliche Gemeinde erleben.
  • Unsere aktiven Gemeindemitglieder bemühen sich, in ihrem Alltag als glaubwürdige Zeugen für Jesus Christus zu leben.
  • Wenn Menschen zum Glauben an Christus gefunden haben, werden sie in unserer Gemeinde begleitet und befähigt, den Weg als Christ konsequent weiter zu gehen.

4. Wir sind eine beziehungsorientierte Gemeinde

  • Zum Leben als „Jesus-Jünger“ gehört die Beziehung zu Gott dem Vater ebenso wie die verbindliche Gemeinschaft mit anderen Christen. Durch Kleingruppen und Kurse fördern wir das persönliche Wachstum im Glauben.
  • Jeder Gottesdienstbesucher wird ermutigt, sich einem Hauskreis oder einer Zellgruppe anzuschließen. Neue Leute werden integriert, sofern sie es wollen. Die Kleingruppen stellen sich grundsätzlich auf Zuwachs und „Zellteilung“ ein.
  • In unseren Beziehungen bauen wir Brücken zwischen den Generationen. Wir sind eine Gemeinde für alle Lebensphasen.
  • Durch den Dienst von Heilung und Seelsorge sollen Menschen die „Heimkehr zum Vater“ und die Wiederherstellung ihrer Persönlichkeit erleben (Lukas 15,24). Wo möglich, bieten wir praktische Hilfestellung in Notsituationen an.

5. Wir fördern Menschen ihren Gaben gemäß

  • Jeder Christ ist begabt, kann mit seinen Gaben anderen dienen und hat einen Auftrag von Gott. Deshalb wollen wir einander helfen, Stärken zu entdecken und unseren Gaben entsprechende Aufgaben zu finden.
  • Jeder Dienst soll auf der Basis von Gemeinschaft geschehen. Bewährte Dienste sollen sich langfristig multiplizieren. Deshalb fördern wir die Ausbildung und Begleitung neuer Leiter.
  • Alle Arbeitsbereiche der Gemeinde sind untereinander verbunden und ergänzen einander.

6. Wir sind eine gebende Gemeinde

  • Als Einzelne und als Gemeinde sind wir reich beschenkt. Darum wollen wir das Empfangene weitergeben. Jeder Christ soll sich in einer Balance von „Geben und Nehmen“ bewegen.
  • Wir sind bereit, anderen Gemeinden und Werken mit unseren Erfahrungen zu dienen. Wir suchen in unserer Stadt die Einheit mit Christen anderer Konfessionen und unterschiedlicher Prägungen und wirken für Versöhnung.
  • Wir unterstützen missionarische Projekte, die aus unseren Reihen hervorgegangen sind.
  • Das biblische Prinzip des „Zehnten“ soll unter uns zum Normalfall werden (Maleachi 3,10).
  • Wir sind bereit, einander loszulassen und Menschen zu senden, wenn Gott sie beauftragt.